Städtische Galerie Villa Streccius

 

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Öffnungszeiten während der Ausstellungen:
Di. und Mi. 17–20 Uhr
Do. bis So. 14–17 Uhr




irritierend heiter

Humor in der inszenierten Fotografie


3. September – 16. Oktober 2016

Vernissage:
Freitag, 2. September 2016, 20 Uhr

              

Trocken, ironisch oder skurril führen die Fotografien der Ausstellung seltsam lustige Szenen vor, in denen sich die Figuren in humoristischer Weise präsentieren. Dabei bleibt nicht unbemerkt, dass sich unter dem Humor auch eine ernste Ebene befindet.

Die szenische Fotografie arrangiert künstliche Situationen und fotografiert diese ab. Urbane Plätze, Naturlandschaften oder Interieurs  werden zu Bühnen, die mit Requisiten ausstaffiert werden. Oft nutzt sie den eigenen Körper als Personal, bedient sich aber auch Statisten, Modellen oder Tieren.

Es geht um Rollenspiele, die die Wirklichkeit und Identität nach neuen Perspektiven befragen.

In den für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten von sieben Künstlern aus Deutschland und Finnland nehmen die Akteure witzige und skurrile Rollen ein.

Wenn der Fotograf Regisseur und Spieler der Szene zugleich ist, wie das bei  Katja Rohsmanith, Iiu Susiraja und To Kühne der Fall ist, dann wird der eigene Körper zum Objekt der Belustigung.

Rohsmanith geht es dabei aber nicht darum, ihr eigenes Selbst zu inszenieren, sondern sie benutzt ihren Körper für die allgemeine Schilderung von Situationen, in denen der Mensch uneins ist mit sich selbst und seiner Umgebung. Bei ihr fallen die Dinge irgendwie auseinander, auch einzelne Körperteile separieren sich auf seltsame Weise - vordergründig spaßig und zugleich morbid.

Daneben macht die finnische Künstlerin Susiraja ihr tatsächliches Übergewicht zum Thema. Sie fotografiert sich selbst in lächerlichen, unvorteilhaften Posen, die lustig sind, aber auch peinlich berühren. Dagegen sind Kühnes Selbstinszenierungen mit selbstironischer Absicht vorgetragen und wirken dennoch zuweilen auch selbstverliebt.

Thomas Schmenger befragt das Ich nach unbekannnten, heiter-absurden und durchaus auch ersehnten Möglichkeiten, wenn er sich und andere in ungewöhnliche, verrückten Posen und Situationen stellt und in kurzen Videoaufnahmen festhält. 

Thomas Brenners Inszenierungen wirken zunächst wie Momentaufnahmen einer groß angelegten Theateraufführung, so als gebe es eine Geschichte, die erzählt würde. Genauer betrachtet erweisen sie sich aber als rätselhafte künstliche Arrangements, die mit skurrilem Witz und absurden Szenerien irritierende Bedeutungszusammenhänge schaffen.

Hendrik van de Pol wirft mit seinen Fotografien einen Blick auf die Komik, die sich durch das Zusammentreffen und Zusammenfinden zweier völlig ungleicher Musiker ergibt. Er arrangiert Szenen, in denen sich das Duo mit spielerischer Leichtigkeit über ihre eigene Gegensätzlichkeit amüsiert.

Christine Schön
Kuratorin der Ausstellung

Foto: Katja Rohsmanith: Querschnitt der Paralysis, 2012

Die Ausstellung findet statt im Rahmen des Kultursommers Rheinland Pfalz 2016 –
„Der Sommer unseres Vergnügens“.


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Veranstalter:
Kunstverein Villa Streccius in Landau i.d. Pfalz e.V.

 

Mit freundlicher Unterstützung:

 

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