Städtische Galerie Villa Streccius

 

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Öffnungszeiten:
Di. und Mi. 17–20 Uhr
Do. bis So. 14–17 Uhr



RAUM AUS PAPIER –

Unkonventionelles aus einem alltäglichen Material

Katharina Fischborn | Philipp Hennevogl | Tilmann Zahn




Papier ist so sehr alltäglich, dass wir es nicht unbedingt als eigenständiges ästhetisches Material zur Kenntnis nehmen. In der Ausstellung „Raum aus Papier“ vom 18. März bis 1. Mai in der Städtischen Galerie Villa Streccius zeigen Katharina Fischborn, Philipp Hennvogl und Tilmann Zahn, dass sie dem Papier eine besondere Sensibilität entgegenbringen . Alle drei arbeiten mit dem Material auf unkonventionelle Weise und sind auf je unterschiedliche Art in der Lage, mit und auf Papier gesehene Räume umzusetzen oder Raum sehen und entstehen zu lassen.

 

Katharina Fischborn aus Langenlonsheim druckt diffizil auf Papier, verwendet dieses Papier dann als Werkstoff für ihre raumgreifenden Installationen. Wie Fenster in Fassaden wirken die Ausschnitte in geschichtetem, monochrom farbig bedruckten Transparentpapier. Die hintereinander geschichteten und ineinander gewirkten Ebenen bilden selbst einen Raum, der aber in seiner Transparenz verwirrt, sich nicht auf eine Abbildung oder einen bestimmten Ort festlegen lässt. Obwohl Fischborn die Komplexität all dessen auf eine sanfte, monochrome Flächigkeit reduziert, wird durch die Schichtung wieder eine neue Vielschichtigkeit erreicht. Sie lässt zu, dass sich die entstehenden Gebilde verselbstständigen, spätestens in dem Moment, in denen sich ein Betrachter in ihnen sehend bewegt.

Philipp Hennevogl aus Berlin ist ein klassischer Drucker, sein Spezialgebiet ist der Linolschnitt. Seine Formate und die dargestellten Räume verblüffen in ihrer Wirkung und beeindrucken in ihrer Größe und ihrem Detailreichtum. Er nimmt sich komplizierte Ansichten vor wie Gerüste, vergessene Orte oder auch mit einem Augenzwinkern den Kabelsalat hinter dem Computer oder unter dem Tisch. Das ineinander verwobene räumliche Gefüge wird zum Bild hinter dem Bild, zur ungewöhnlichen Perspektive auf eigentlich gewöhnliche Sujets, zum reizvollen Blick auf die Struktur, im Linolschnitt meisterhaft in Grauwerte zerlegt. Die unglaubliche Präzision der Drucke lässt ahnen, wie konzentriert dieser Künstler arbeitet.

Tilmann Zahn aus Binningen (Schweiz) zeigt räumliche Konstellationen, die dem Papier abgerungen sind und in ihrer Farbigkeit die atmosphärische Wirkung der dargestellten Situationen transportieren. Auch er zerlegt in Kontraste und Flächen in filigrane Geäste und Gefüge von Linien, mit einem besonderen Blick für Objekte, die im veränderten Kontext eine merkwürdige, skulpturale Erscheinung bekommen. Die Hängung mit Abstand zur Wand lässt Raum entstehen, Schatten und Geheimnisse hinter den Dingen. In der Nähe zeigen sich zarte Variationen von Brauntönen, die an Rost erinnern und Versehrtheit assoziieren - wie Nachbilder auf der Netzhaut, im Moment des Vorbeifahrens aufgenommen.

 

Zur Austellungseröffnung, die ausnahmsweise an einem Donnerstag, dem 17. März um 20 Uhr stattfindet, sprechen Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron zur Begrüßung  und die Kuratorin der Ausstellung, Prof. Tina Stolt zur Einführung. 


Zur Ausstellung erscheint eine Mappe mit Broschüren.

RAUM AUS PAPIER
Städtische Galerie Villa Streccius

18. März bis 1. Mai 2016
Ausstellungeröffnung am
Donnerstag, 17. März, um 20 Uhr

Begrüßung:
Dr. Maximillian Ingenthron, Bürgermeister und Kulturdezernent der Stadt Landau

Einführung:
Prof. Tina Stolt



Veranstalter:
Kulturabteilung der Stadt Landau in der Pfalz

 

Mit freundlicher Unterstützung:

 

Impressum

Städtische Galerie Villa Streccius | Südring 20 | 76829 Landau in der Pfalz | Tel. 06341/898472